Unnütze Tipps zur Selbstmotivation: Welche Methoden und Hilfen gegen den inneren Schweinehund nicht funktioniert (Achtung: Vollgummi Experten)

Ich habe alle möglichen unbrauchbaren oder nur wenig hilfreichen Systeme zur Selbstmotivation ausprobiert. Fazit: keine oder nur geringe Wirkung. Der innere Schweinehund knurrt nicht mal oder wedelt maximal artig mit dem Schwanz.

Sie alle geben dir nervige und öde Ratschläge aus der Mottenkiste „Hausverstand“, die besonders nutzlos sind, wenn es um deren Umsetzung geht. Dinge wie „teile dir die Dinge ein“, „immer ein Schritt nach dem anderen“, „unterteile große Aufgaben in mehrere kleine“, „schreib dir eine Liste“, „belohne dich selbst“ und so weiter und so fort. Vielen Dank. Wirklich. Das alles sind ganz tolle Tipps, wenn ich nicht gerade weinend meinen Kopf gegen die Wand knallen und mich selbst als den größten Versager beschimpfen würde.

Du suchst nach einem Weg, wie du endlich damit aufhörst, permanent deine Emails oder SMS zu checken. „Check deine Emails nur einmal am Tag“, oder „Mach dir bewusst, dass du es gerade wieder tust...und dann hör auf damit“. Vielen Dank!

Ach, und wenn du nicht diszipliniert genug bist, das durchzuhalten, dann gibts auch dafür einen guten Tipp: „Entscheide dich einfach, ab jetzt diszipliniert zu sein. Du musst dich nur dafür entscheiden!“

 

Und wenn du es trotzdem nicht gleich auf Anhieb schaffst, dann „mach dir keine Sorgen um Dinge, die du nicht kontrollieren kannst“. „Konzentriere dich nur auf die positiven Dinge“.

Wie soll ich mich mit diesen blöden Sprüchen selber motivieren oder gar dieses Mistvieh von Schweinehund in den Griff kriegen?

Irgendwie fühle ich mich ziemlich verarscht von diesen Weisheiten. „Wie bitte soll ich das alles tun? Wie stellt ihr euch das vor?“ Denn, wenn ich einfach so damit aufhören könnte, mir Sorgen um Dinge zu machen, die ich nicht kontrollieren kann, würde ich keine Liste mit guten Tipps brauchen.

Und selbst die guten Tipps gegen Prokrastination sind eigentlich nicht wirklich brauchbar, weil sie von etwas ganz Falschem ausgehen: du würdest mit deiner Aufschieberitis aufhören und dein Ding machen wenn du nur den passenden guten Rat hättest oder die richtige To-Do-Liste.

Und genau das ist das eigentliche Problem. Niemand sagt dir, wie du die guten Tipps umsetzt. Oder wie du dich selbst dazu bewegst, dein Ding zu tun. Niemand erzählt dir, wie du mit der Angst, der Wut und dem Zweifel umgehst, die dir im Weg stehen. Niemand sagt dir, dass es manchmal auch anderen Menschen schwer fällt, einfach nur etwas Bestimmtes tun zu wollen (nicht schon zu machen).

 

Fazit: nichts von dem, was der Hausverstand sagt und keiner der praktischen Tipps ist hilfreich, so lange du nicht mit deinen emotionalen Zuständen umgehen kannst. So lange dir deine Wut und Selbstbeschuldigungen im Wege stehen, kriegst du dein Ding nicht ins Laufen. (Gleiches gilt übrigens für jeden betrieblichen Change-Prozess).

 

Wenn du erstmal mit deiner Wut und den anderen emotionalen Blocks umgehen kannst, dann erst helfen dir die guten Tipps WIE du dein Ding umsetzt und dann kannst du daran gehen, endlich dein Ding zu machen und nicht mehr endlos zu verschleppen. Schluss mit dem Herumjammern und Verstecken hinter: Ich kann mich nicht entscheiden etc.

Dich selbst motivieren praktisch: Nimm dir irgendein Ziel vor!

Was hast du vor? Du weisst schon. Dein Ding. Jeder hat so etwas.

Zum Beispiel...das Ding, das du endlich mal beginnen möchtest, oder das Ding, mit dem du aufhören möchtest. Oder das Ding, das endlich mal erledigt gehört.

 

Du musst nicht mal das Wort „Ziel“ dafür verwenden. Manchen ist dieses Wort viel zu sehr belastet. Such dir einfach ein Ding. Was ist dein Ding?

Die einen arbeiten an einem sehr speziellen Problem (zum Beispiel ein Buch, eine Diplomarbeit oder einen Bericht zu schreiben). Andere wiederum sind an eher allgemeineren Dingen dran.

Es macht immer mehr Sinn mit einer bewussten Absicht zu arbeiten. Schau mal bei dir nach und suche dir ein Ding aus, das unter deiner mangelnden Selbstmotivation und Aufschieberitis leidet.

 

Du kannst deinen Fokus jederzeit verändern, während du durch die folgenden Übungen gehst, aber versuche mit einem bestimmten Ding im Kopf zu beginnen. Etwas, an dem du gerne arbeiten würdest. Und hör nicht auf deinen stressigen Schweinehund, auch wenn er noch so laut knurrt.

Wenn dir nichts einfällt, so kannst du dich fragen: Was hat mich bewegt, diese Webseite zu suchen? Was von dem würdest du jetzt gerne bearbeiten?


Wenn das zu speziell für dich ist, dann kannst du dich auch einfach für irgendein Thema entscheiden. Vielleicht gibts ein Wort, das für das Ding steht, das du jetzt am besten gebrauchen kannst.

Zum Beispiel ein Wort wie ...

 

Motivation, Vertrauen, Akzeptanz, Unterstützung, Klarheit, Transparenz, Stabilität, Feuer, im Fluss sein, den richtigen Partner finden, einen Blick in die Zukunft werfen, das Orakel befragen und Antworten erhalten ...

Das alles können Dinge sein, von denen du mehr haben möchtest, die du mehr fühlen möchtest. Wenn das alles zu abgehoben für dich ist, dann such dir was Bodenständigeres.

Übung gegen den inneren Schweinehund: Finde dein Wort!

Komm deiner Absicht ein wenig näher. Suche dir ein Wort aus, an dem du arbeiten willst. Wir schauen dann was wir tun können, um mehr von diesem Begriff in dein Leben zu holen. Drei Beispiele und dann bist du dran.

Meine Absicht (was ich will): endlich meinen Seelenpartner finden und eine glückliche Beziehung führen.
Mein Wort dafür: in Bewegung sein, Vertrauen, Liebe, Harmonie

Meine Absicht (das will ich wirklich): mir einen neuen Job suchen, aber echt
Mein Begriff dafür: Bewegung, Stabilität

Meine Absicht: mit meiner zwanghaften Email Sucht aufhören.
Mein Wort: mich um mich kümmern

Jetzt bist du dran. Schau mal, was bei dir kommt.

MEINE ABSICHT:


MEIN WORT: (etwas, das dafür steht, woran ich arbeiten möchte)

Eine letzte Bemerkung zu den unnötigen Tipps für Selbstmotivation und gegen Aufschieberitis und Antriebslosigkeit

Diese Webseite ist voll mit Information. Du findest hier tonnenweise Material rund um Lebensfragen und esoterische Methoden zur Lebenshilfe. Dazu gehört Kartenlegen, Tarot, Wahrsagen usw. Das alles sind Methoden wie andere auch. Die Tipps hier selber, wirken auch dann, wenn du keine Anhängerin irgendeiner esoterischen Lehre bist oder skeptisch und ablehnend bist. Ich bringe dir eine Menge Konzepte, Ideen und Vorschläge. Das alles schaut auf den ersten Blick wie ein Wühltisch im Kaufhaus aus. Chaos.

Aber es ist kein Chaos. Es gibt eine bestimmte Absicht hinter dem Wahnsinn. Und du wirst Schritt für Schritt verstehen, wie die hier präsentierten Dinge zusammengehören und wie sie miteinander verbunden sind.

Kurze Zusammenfassung aller bisherigen guten Ratschläge
(falls du schon wieder unkonzentriert und antriebslos bist)

Du bist völlig in Ordnung. Echt. Du brauchst keine Tipps zur Selbstmotivation. Du brauchst dich auch nicht vor anderen Menschen fürchten oder glauben, die anderen sind mehr wert als du.

Probleme mit der eigenen Motivation und Aufzucht des inneren Schweinehundes hat jeder. Wirklich jeder. Auch deine größten Vorbilder. Ok, Jesus Christus ausgenommen … oder hatte der auch manchmal seine Durchhänger?
Im Internet schwirrt tonnenweise Zeug herum, das nicht funktioniert. Wir lernen hier, was funktioniert.

Aber zuerst lass uns mal nachschauen was es heisst, dein Ding zu machen, ohne dich selbst dabei fertig zu machen...

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